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Die Ausgangslage

„Du kannst nicht nicht kommunizieren“ * – es sei denn, Du seist allein.

Menschen kommunizieren nicht nur mit Worten, sie kommunizieren mit ihrem gesamten Verhalten. Unterschiedliche Menschen verhalten sich unterschiedlich, gemäss ihren persönlichen Mustern.
Das Gegenüber interpretiert das Verhalten der andern Person nach seinen eigenen Mustern und kann dadurch sein Gegenüber nur beschränkt verstehen.
Will ich mit anderen Menschen erfolgreicher kommunizieren, lohnt es sich mehr über mein eigenes Verhalten und das Verhalten anderer zu wissen.

Die 3D-Behaviour-Methode ermöglicht einen pragmatischen und professionellen Zugang zu diesem Wissen, ohne komplexe psychologische Analysen, da nur die Signale und das Verhalten analysiert werden und keine Rückschlüsse auf Charakter oder Persönlichkeit notwendig sind.

*Paul Watzlawick

 

Die Methode

Die Methode nutzt allgemein bekannte Analogien, wie die drei Arten der Überzeugung von Aristoteles (Ethos, Pathos, Logos), oder die drei pädagogischen Lern-Maximen von Pestalozzi (Kopf, Herz, Hand), aber auch die drei Primärfarben Rot, Blau und Gelb.
Die Methode entstand in den 1980er Jahren im Netzwerk des Kissling-Institutes. Dan Wiener hat sie dort seit 2002 und danach von 2015-2019 in der 3DK-Akademie mitentwickelt.
Seit 2020 bietet communication & culture seine eigene Weiterentwicklung der Methode als „3D-Behaviour“ an.

Die 3D-Behaviour-Methode unterscheidet drei Verhaltensweisen:

 

 

Rotes Verhalten

rot

Blaues Verhalten

blau

Gelbes Verhalten

gelb

 

Wichtig ist, dass das System nicht wertend ist. Keine der drei Verhaltensweisen ist besser oder schlechter als eine andere. Es sind unterschiedliche Stile sich zu verhalten und zu kommunizieren.

 

Merkmale der drei Verhaltens-Stile

 

Rot Blau Gelb
Wie? Dynamisch
Direkt
Analytisch
Klar
Freundlich
Relativierend
Was? Status
Kraft
Agilität
Agenda
Organisation
Effizienz
Vertrauen
Verbindungen
Anpassungsfähigkeit
Fokus auf Persönlichkeiten auf die Sache auf die Beziehung

Da das System nicht wertend ist können alle drei Verhaltensweisen von einer Person selbst positiv oder negativ gelebt werden bzw. von anderen Personen positiv oder negativ wahrgenommen werden:

 

Rot Blau Gelb
Positiv Kraftvoll
Begeisternd
Verlässlich
Strukturiert
Umgänglich
Integrierend
DYNAMISCH RELEVANT DIPLOMATISCH
Negativ Rücksichtslos
Selbstverliebt
Pingelig
Unpersönlich
Umständlich
Opportunistisch
AGGRESSIV PEDANTISCH HINTERRÜCKS

 

Wichtigste Regeln der 3D-Behaviour-Methode

  1. Das System ist nicht wertend. Keines der drei Verhalten ist besser oder schlechter als ein anderes. Es sind unterschiedliche Stile sich zu verhalten oder zu kommunizieren.
  2. Alle Menschen haben alle Verhaltensmöglichkeiten. Sie entscheiden sich aber auf Grund ihrer persönlichen Muster für ihren persönlichen Stil.
  3. Da das System nicht wertend ist, ist es zulässig (und sinnvoll) das Verhalten meines Gegenübers schnell zu analysieren und darauf zu reagieren.
  4. Habe ich etwas mehr Zeit kann ich feststellen, das mein Gegenüber einen bestimmten Stil aus einer Kombination von einem, zwei oder drei der Verhaltens-Stile pflegt und diesen Stil in ihrem Leben selten ändert. (Dasselbe gilt natürlich auch für uns selbst.)
  5. Es ist möglich den persönlichen Stil auf die positive Seite der 3D-Verhaltensmethode zu entwickeln.
  6. Es ist möglich „Fremdsprachen zu lernen“, das heisst mich darin zu üben meine schwächeren Stile zu üben und zu lernen.

Die Methode befähigt mich auf Situationen und Personen besser einzugehen, andere besser zu verstehen und mich und meine Ideen besser verständlich zu machen.

 

Prägung des Verhaltens

Tests auf Grund der Methode haben gezeigt, dass in jeglicher Gruppe im Durchschnitt gleich viele rote, blaue und gelbe Prägungen zu finden sind.
Die Frage, wie diese persönlichen Prägungen zustande kommen, brauchen wir nicht zu beantworten, da es für unsere Zwecke ausreicht, das sichtbare Verhalten (wie z.B. die Kommunikations-Signale) zu beobachten. Wie bereits erwähnt, benötigt die Methode keine Rückschlüsse auf Charakter oder Persönlichkeit.
Den persönlichen Stil verändert eine Person meist nur geringfügig. Sie ist aber in der Lage sich in unterschiedlichen Situationen (Umfeld, in dem sie sich z.B. im Beruf bewegt) und kulturell (selbst gewählte und vorhandene Bezüge) bis zu einem gewissen Masse anzupassen.
Umgekehrt gibt es eine kulturelle Erwartung an das Verhalten der Person: In einem kompetitiven Umfeld wird das rote Verhalten stärker gewichtet. In einem eher kollegialen Umfeld wird das gelbe Verhalten mehr betont und in einem technischen Umfeld das Blaue.
Von aussen betrachtet werden diese Gruppen, was das Verhalten betrifft, stärker rot, blau oder gelb wahrgenommen. Innerhalb dieser Gruppen werden aber wiederum gleich viele rote, blaue und gelbe Verhaltens-Stile wahrgenommen.

Link zu 3D-Behaviour-Einschätzungen auf Deutsch (Benutzername und Passwort auf Anfrage unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Anwendungsbeispiele

Die 3D-Behaviour Methode lässt sich auf alle kommunikativen Bereiche anwenden. Zum Beispiel:

Prinzipiell Wie kann ich meinen persönlichen Stil positiv entwickeln? Wie kann ich die mir weniger geläufigen Stile („Fremdsprachen“) entwickeln, üben und gezielt anwenden?
Präsentationen Wie spreche ich meine Zuhörerschaft in drei Farben dreidimensional an? Wie hole ich die unterschiedlichen Erwartungen ab? Wie kann ich mein Verhalten entsprechend planen und steuern?
Gesprächsführung Wie läuft ein blaues Gespräch ab? Wie ein Rotes und wie ein Gelbes?
Verhandlung, Verkauf Neben dem Verhandlungsinhalt ist die Frage entscheidend, ob ich in der dem Gegenüber angemessenen Farbe verhandle, um eine Lösung zu ermöglichen. Oder ich setze umgekehrt bewusst einen Kontrapunkt, um die Verhandlung zu erschweren.
Konflikt Ähnlich wie bei der Verhandlung gibt es bei vielen Konflikten eine persönliche Ebene, auf der ich durch das positive Eingehen auf den persönlichen Stil deeskalierend wirken kann.
Team / Arbeits-Stile In jedem Team gibt es durch den persönlichen Stil unterschiedliche Arbeits-Weisen und dazu auch Erwartungen an das Verhalten anderer. Sind sich die Teammitglieder dessen bewusst, können sie produktiver mit den Unterschieden umgehen.
Führung Der Führungs-Stil hat einen enormen Einfluss darauf, welche Kultur gepflegt wird und wie gut das Team funktioniert. Motivation in rot, blau und gelb unterscheiden sich grundsätzlich. Eine Führungskraft kann vom 3D-Behaviour Know How viel profitieren.

 

 

Internationale Gesellschaft für kultivierte Kommunikation und kommunikative Kultur


communication & culture
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www.c-culture.com

 

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